Englische Lebensversicherung als echte Alternative?

Geschrieben von am 13. Juli 2012

Die Lebensversicherung muss seit einigen Jahren mit schwindenden Kunden kämpfen. Kein Wunder, sinken die damit zu erwirtschaftenden Erträge doch ebenfalls immer weiter. Was aber tun, um trotz geringer Erträge hohe Renditen zu erwirtschaften?

Ganz klar, mit der klassischen Lebensversicherung wird das schwierig. Sie muss sich an klare, sehr strenge Vorgaben halten, die auch überprüft werden. Dadurch wird es ihr verboten, in risikoreiche Anlageformen mit hohen Renditechancen zu investieren. Eine Alternative stellt für viele dann die englische Lebensversicherung dar.

Besonderheiten bei der englischen Lebensversicherung

Die englische Lebensversicherung wird seit einigen Jahren vermehrt auch hierzulande angeboten. Sie galt einst als renditestarke und sichere Geldanlage. Im Laufe der Zeit hat sich der europäische Lebensversicherungsmarkt aber immer weiter homogenisiert. Unterschiede bei den Renditen sinken zunehmend ab.

Vorteil der englischen Lebensversicherung ist jedoch, dass diese in risikoreichere Anlagen investieren darf, wodurch höhere Renditen möglich werden. Diese können auch gekappt werden, um mit ihnen schwache Jahre auszugleichen. Außerdem hat die englische Lebensversicherung mehr Freiheiten, wenn es um die Festlegung des Rückkaufswerts geht, wenn also die Versicherung vor dem vereinbarten Ablauf gekündigt wird.

Keine Garantien für hohe Renditen

Allerdings kann auch die englische Lebensversicherung keine Garantie für hohe Renditen bieten. Sie kann ebenfalls maximal die Garantieverzinsung garantieren. Darüber hinaus gehende Renditen können stets schwanken. Besonders groß sind die Schwankungen übrigens bei englischen Lebensversicherungen auf Fondsbasis.

Allerdings hat ein aktuelles Urteil auch ergeben, dass englische Lebensversicherer ihre Kunden über die Performance der vergangenen Jahre informieren müssen. Alle hier gegebenen Informationen müssen der Wahrheit entsprechen. Ist bereits abzusehen, dass die Renditen der vergangenen Jahre künftig nicht mehr erreicht werden können, so muss dies dem Verbraucher direkt und unmissverständlich mitgeteilt werden. Dieses Urteil wurde vom Bundesgerichtshof (BGH) am 18. April 2012 gefällt. Es kann unter dem Aktenzeichen IV ZR 193/10 eingesehen werden und besagt, dass voraussichtlich nicht mehr zu erwirtschaftende Renditen den Kunden mitgeteilt werden müssen.


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